Eiger Extrem & Besser Tiger als Schaf

Eiger Extrem & Besser Tiger als Schaf

zwei Bücher über alpinhistorische Highlights und besondere Bergsteigerpersönlichkeiten

Meine letzten beiden Bücher, bei denen ich als Co-Autor und Übersetzer mitwirkte und welche 2016 erschienen, sind Dokumente alpinhistorischer Highlights und besonderer Bergsteigerpersönlichkeiten.

Eiger Extrem – Das Rennen um die Nordwand-Direttissima schildert auf packende Weise die Ereignisse um die Erstbegehung der ersten Direktroute durch die Eiger-Nordwand 1966. Zwei Bergsteigerteams, ein angloamerikanisches unter Leitung von John Harlin und eine deutsche Achtergruppe unter Peter Haag und Jörg Lehne, lieferten sich damals ein Wettrennen. Beide kämpften mit verheerendem Wetter, Ausrüstungs- und Lebensmittelknappheit, Verletzungen und Erkrankungen. Anfangs folgten sie noch unterschiedlichen Routen, doch je höher sie kamen, desto mehr arbeiteten sie zusammen. Ende März gipfelte die Durchsteigung in einer nie zuvor dagewesenen Mischung aus Tragödie und Triumph.

Der Autor Peter Gillman hatte bereits 1966 als Reporter der britischen Zeitung Daily Telegraph über das Geschehen berichtet. Nun wagte er sich gemeinsam mit seiner Frau Leni an eine Neubetrachtung. Das Buch vereinigt zum ersten Mal die Sichtweisen beider Teams und erzählt die bislang unbekannte vollständige Geschichte der epischen letzten Tage der Durchsteigung, wobei besonders die Leistung und Lebensgeschichte der Deutschen – Günther Strobel, Jörg Lehne, Sigi Hupfauer, Roland Votteler, Peter Haag, Karl Golikow, Rolf Rosenzopf und Günter Schnaidt – besonders berührt.

Weitere Informationen unter jochenhemmleb.com/web/bucher/eiger-extrem/

Gleichermaßen berührend ist die Lebensgeschichte des Schotten Alex MacIntyre (1954-1982), die sein Freund und Seilpartner John Porter in dem preisgekrönten Buch One Day as a Tiger festhielt und welches ich ins Deutsche übersetzte. „Dirty Alex“ war ein Enfant terrible der britischen Bergsteigerszene und zugleich ihr Visionär: eine Art Punk, der selbstbewusst und frech einen neuen, minimalistischen Stil in die Weltberge brachte. Gerade die Schilderungen seiner Alpinstil-Erstbegehungen an Sechs-, Sieben- und Achttausendern im Himalaya und Kaukasus sowie der für die damalige Zeit ungewöhnlichen Gemeinschaftsexpeditionen mit polnischen Bergsteigern (unter ihnen der unnachahmliche Voytek Kurtyka, 2016 mit dem Piolet d’or für sein Lebenswerk ausgezeichnet) sind großartige, äußerst packende Kapitel Alpinliteratur.

Weitere Informationen unter jochenhemmleb.com/web/bucher/besser-tiger-als-schaf/

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